Ein Gastkommentar von Daniel Ebnöther Das von der EU beschlossene Waffengesetz beginnt seine Kreise zu ziehen. Da man nun weiss, sofern man sich informiert hat, was auf uns zukommen kann, erwachen immer mehr Stimmen, die mit diesem Ungemach nicht einverstanden sind und Stellung zum Erlass der fremden Vögte beziehen. Wobei sich die grosse Masse nicht auf dieses Thema konzentriert und somit auch nicht selber aktiv informiert.

Auch die Medien haben nun das Thema Waffengesetz, wenn zum Teil und nur am Rande, für eine Berichterstattung entdeckt. Die Art und Weise aber wie berichtet wird, wirkt sehr einseitig und gleicht eher einer beginnenden Stimmungsmache gegen den Waffenbesitz für Private im Allgemeinen. Sämtliche Resonanzen wacher Interessierter tendieren zu der Aussage, dass die Berichterstattung einseitig ist und dass dies auch so gewollt ist, damit «ahnungslose» Mitbürger im Falle einer kommenden Abstimmung bereits im Vorfeld für ein «Ja» zu einem neuen Waffengesetz vorbereitet werden. Es werden dafür Personen und Situationen herangezogen, mit denen sich das Gros der Legalwaffenbesitzer absolut nicht identifizieren können. Es ist auch aus meiner Sicht eine klare Stimmungsmache, die mit Halbwahrheiten und falschen Fakten befeuert wird. Der ahnungslose Bürger soll auf einen vorgetrampelten Pfad gelenkt werden, damit die Obrigkeit leichteres Spiel beim Umsetzen von aufgedrückten Gesetzen hat und falls es zu einer Initiative kommt, die Mehrheit bereits auf ihrer Seite wähnt.

Ich kenne eine ähnliche Situation, welche damals mit einem Vorfall in Niedeglatt begann, als Hunde einen kleinen Buben zu Tode bissen. Ein sehr tragischer Vorfall, ohne Frage!

Daraus entstand dann aber eine grosse Diskussion um «potenziell gefährliche» Hunde, sogenannte «Kampfhunde», die es ja im Grunde genommen gar nicht gibt. Es begann eine Thematisierung, wodurch dann plötzlich ein Problem in die Köpfe der Menschen projiziert wurde. Die Medien, allen voran der Blick, sprangen dann sofort auf diesen Zug auf und es verging keine Woche mit einem Beitrag in den Medien.

Die Berichterstattung darüber war aber stets von einem Bild eines zähnefletschenden Hundes begleitet, oftmals beim Spielen oder Rennen aufgenommen – was einem, aufgrund des beeindruckenden Kieferaufbaus, ja schon Eindruck macht. Und solche Aufnahmen wirken, selbst wenn sie von einem Dackel stammen.

Diese Bilder wurden aber schlichtweg dazu missbraucht, um in den Köpfen der Schlagzeilen konsumierenden Masse ein Bild der Angst und Gefährlichkeit zu implementieren und damit einen Ruf nach einem Verbot «solcher» Hunde hervorzurufen. Ebenso wurden plötzlich aus aller Welt «Beissunfälle» gemeldet, egal, auch wenn es sich «nur» um einen allgemein als lieben Hund bekannten Labrador handelte. Man konnte zeitweise den Eindruck bekommen, man sei nur von bissigen Ungetümen umzingelt, die nicht gehorchen und gar Kinder fressen.

Plötzlich fanden sich Führer und Liebhaber solcher Hunde auf einer Bühne, dessen Dirigent man gar nicht kannte und man schon gar nicht wusste, durch wen sie auf diese Bühne geschubst wurden. Plötzlich war man als unbescholtener Bürger mit einwandfreiem Leumund und jahrelanger Erfahrung als Hundeführer, zum Teil sogar beruflich, mit Vorurteilen konfrontiert. Man musste sich mit Fragen auseinandersetzen, warum man denn eine «Waffe» als Haustier wolle, ob man denn ein persönliches Defizit hätte, so einen Hund zu halten, etc. Die Stimmungsmache der Medien wurde extremer und man wähnte sich bald nicht mehr sicher, wenn man es wagte, mit seinem Hund die wunderbare Natur zu geniessen.

Natürlich sind auch viele Politiker auf diesen Saubannerzug der Hundegegner aufgesprungen und haben die Werkzeuge der Polemik aus der Aktentasche gezogen, grossenteils einfach nur deshalb, um einmal im Rampenlicht zu stehen. Es war offen die Rede davon, dass solche Hunde keine Berechtigung einer Existenz haben und dass solche Hunde nicht mehr akzeptiert werden sollten.

Die Tendenz war klar: solche Hunde müssen weg!

Nur geht das ja nicht einfach so. Dafür hat man sich dann einer alten Taktik bedient.

Frei nach dem Hegelschen Gesetz von Ursache und Wirkung: wenn man weiss, wie jemand reagiert, muss man nur eine Aktion durchführen, welche die gewünschte Reaktion hervorruft, damit man dann das probate Gegenmittel anbieten kann. Man musste also in den Köpfen der Menschen eine Angst erzeugen, damit der Ruf nach schärferen Gesetzen laut wurde und endlich gehandelt werden konnte.

Damals war es dann ein Rassegesetz für potentiell gefährliche Hunde. Da es aber keinen Einfluss von aussen gab, lehnte es der Bundesrat ab, ein einheitliches schweizerisches Gesetz zu erlassen und überliess es den Kantonen, Gesetze zu erlassen. Mit teils dramatischer Wirkung. In einigen Kantonen wurden gewisse Hunderassen ganz verboten. Man musste dort entweder den Hund abgeben oder in einen anderen Kanton ziehen (z. B. im Wallis), in anderen Kantonen musste man eine behördliche Bewilligung einholen, die man erst erhielt, wenn gewisse Vorgaben erfüllt sind (Strafregisterauszug, Kurse, Zahlungen, Wesenstest, etc.).

Ich selber muss diese Bewilligung bei jedem neuen Hund einholen, da ich Hunde aus dieser «Risikogruppe» führe. Die meisten Hundehalter ignorierten die Vorstösse zur Gesetzesänderung im Vorfeld komplett, selbst sie wussten, dass alles in die Richtung eines Gesetzes lief. Man informierte sich nicht und die meisten Hundehalter waren der Meinung, dass sie selber ja nicht davon betroffen wären, weil sie ja keinen «potenziell gefährlichen» Hund hätten. Eine fatale Einschätzung, wie sich herausstellen sollte.

Nach Annahme des Gesetzes kam dann das grosse Erwachen. Es waren bedeutend mehr Gesetze integriert, als in den Medien und von den Verantwortlichen im Vorfeld mitgeteilt wurden. Einjeder musste nun Kurse absolvieren, auch wenn der Fifi noch harmlos zu sein schien. Ja, damals ging ein grosser Aufschrei durch die Menge der Hundehalter. Aber erst DANACH!

DANACH stellte sich auch heraus, dass die meisten Bissunfälle von «harmlosen» Hunden und in der eigenen Familie passierten. Ebenso, dass der «Halter» der Hunde von Niederglatt gar keine Hunde halten durfte, diese auch von der Mutter «gehütet» wurden und es kein Schweizer Bürger war. Alles erst im Nachhinein bekannt gemacht, nach dem der Mist geführt war. Im Nachhinein fragte man sich, warum es nur so kommen konnte.

So läuft es auch aktuell ab. Nur heute ist es das Waffengesetz, dass uns die EU aufpflastern will. Ein Waffengesetz welches, nüchtern betrachtet, keinerlei Verbesserung der Sicherheit herbeiführt, jedoch unbescholtene Steuerzahler bevormundet. Kein Terrorist oder Verbrecher würde daran gehindert, sich eine Waffe zu besorgen. Zu gross ist die Anzahl der nicht registrierten Waffen aus ehemaligen Kriegsgebieten. Zudem: seit wann scheren sich Terroristen und Verbrecher um Gesetze?

Die meisten legalen Waffenbesitzer hätten aber einen grossen Mehraufwand zu betreiben, um ihrem Hobby und ihrer Leidenschaft nachgehen zu können. Oftmals würde es einem sogar verunmöglicht werden, eine Waffe zu besitzen. Bedürfnisnachweis; ein Waffenerwerbschein, um Munition zu kaufen; psychologische Abklärungen – eine Art «Wesenstest» für Waffenbesitzer? Zudem würden viele unbescholtene Legalwaffenbesitzer plötzlich kriminalisiert oder sogar enteignet werden, weil ihre Waffen nicht den neuen Gesetzen entsprechen und somit verboten würden. Wie gesagt: ohne die vordergründig proklamierte Verbesserung – die Eindämmung von Terrorismus – wirklich zu unterbinden.

Ein wacher Geist reibt sich verwundert die Augen und erkennt eine andere Absicht dahinter. Der Gutmensch jedoch lässt sich von falsch verstandener Sicherheitverbesserung einlullen und wird mit Sicherheit gegen privaten Waffenbesitz im Allgemeinen sein. Wieder wird in die Medienkutsche billige Polemik, das Vortäuschen falscher Tatsachen und die bewusste Verbreitung von Lügen eingeladen. Wer sich nicht selbst mit der Sachlage auseinandersetzt, wird so schnell als Pro-Waffengesetzverschärfung-Stimme gewonnen, geangelt eben mit billiger Polemik.

Mehr oder weniger alle Legalwaffenbesitzer sind nach Durchsicht aller Punkte in dem Waffengesetz der Ansicht, dass es nicht in Ordnung ist. Es ist somit gut, diese alle erreichen zu wollen. Doch sind wir immer noch zu wenige, um wirklich etwas bewegen zu können. Die Stimmen in Bern, die auch in diese Community gehören sollten, sind zu wenig oder zu leise.

Es kommt, wie es (nicht) kommen muss: Die Bevölkerung wird schliesslich in falscher Sicherheit gewähnt und zugleich wird sie entwaffnet. Aber man soll die Hoffnung ja nicht verlieren.

Deshalb ist es wichtig, dass wir alle Stellung dazu beziehen und zeigen, dass wir es nicht akzeptieren. Wenn nötig mit einem Referendum, das zu einer Abstimmung führt. Ich will nicht bevormundet werden, schon gar nicht von fremden Mächten. Ich möchte weiterhin stolz sein, ein freier Schweizer zu sein, der sein Hobby ausüben kann.

Waffenbesitzer der Schweiz: wehrt euch. Steht auf und tut Kund dem ahnungslosen Volk!

Link zur genannten Sendung auf SRF

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