Die Aktion «Finger weg vom Schweizer Waffenrecht!» gibt es nun seit ziemlich genau 6 Monaten. Anfang September 2016 hat es mir als Initiator den Deckel gelupft. Ganz Europa sprach seit Monaten von bevorstehenden Waffenrechtsverschärfungen, dem #EUGunban, kein Waffenheft ohne entsprechenden Beitrag. Einige hier in der Schweiz wussten davon, andere wussten auch, dass wir dank Schengen diese Verschärfungen ungefragt umsetzen müssen, viele dachten, das sei ein auf Deutschland begrenztes Problem. Da und dort gab es eine Pressemitteilung oder eine Marginalie in einem Newsletter. Aber: Niemand flippte aus. Niemandem haute es den Nuggi raus. Niemand schrie Zetermordio. Am 26. September 2016 wurde dann noch in Bern eine Parlamentarische Initiative eingereicht, die einen Bedürfnisnachweis für Waffen fordert. Wieder: Stille. Und noch mehr Wut bei mir! Es ist wider meine Natur, untätig zu sein, wenn Unrecht geschieht. Und das ist es, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Unrecht.

Als Legalwaffenbesitzer/-innen sind wir im Recht, wir tun nichts Falsches und es kann einfach nicht sein, dass wir uns ins Bockshorn treiben lassen von Mitbürger/-innen und Politiker/-innen, die uns behandeln, als seien wir Kriminelle. Wir sind Büezer, Unternehmerinnen, Politiker, Polizistinnen, Lehrer, Bankerinnen – wir sind Schützinnen und Waffenbesitzer!

Seit vielen Wochen kommentiere ich nun mit viel Herzblut in unseren Facebook-Anzeigen-Threads. Es ist schon heftig, was man uns als unbescholtene Bürger, die uns nicht den kleinsten Fehltritt leisten dürfen, ungestraft alles vorwerfen darf.

Ohne je eine einzige Straftat begangen zu haben, wird man in der Schweiz als Legalwaffenbesitzer/-in zu einem latent Kriminellen stigmatisiert, zu einem gewaltbereiten Subjekt, zu einem Menschen mit kleinem Schwanz oder wahlweise auch zu kleinen Eiern oder zu kleinem Hirn. Zu Förderern des weltweiten Terrorismus, zu Begünstigern der Selbsttötung, zu dumben Machos, die sich gerne in Facebook-Posts inszenieren, kurzum: zu Idioten.

Doch, liebe Freunde, das Gesetz ist auf unserer Seite und so muss es bleiben. Wir sind nichts von alledem! Wir müssen heraus aus der Ecke, in die wir uns angezählt haben drängen lassen. Wir sind so gesetzestreu wie andere auch, wir tun nichts Verbotenes und ob es jemand verwerflich findet, was wir tun, hat uns nicht zu interessieren. Lassen wir uns von den moralinsauren Teilen unserer Gesellschaft nicht mehr gängeln, suchen wir die Öffentlichkeit, stehen wir zu unserer Sache. Let’s face it: Meine Schützenkolleginnen und -kollegen sind tolle Menschen und statistisch belegt auch die meisten von Euch da draussen.

Nach 6 Monaten, just vor der wahrscheinlichen EU-Parlamentssitzung in rund einer Woche und kurz vor der Waffenbörse in Luzern sollte man wohl einmal Zwischenbilanz ziehen.

Wir haben 3800 Follower auf Facebook, knapp 300 private Unterstützer auf unserer Website, diverse Unternehmen, Verbände und Organisationen. Leider nur wenige Politiker/-innen, aber das war wohl zu erwarten – umso mehr Aufmerksamkeit gebührt denjenigen, die den Mut hatten! Auf unserer Website hatten wir in den 6 Monaten 21’000 Seitenaufrufe und knapp 10’000 Besucher. Unser Anliegen bewegt.

Per Stichtag heute haben wir knapp CHF 7000 ausgegeben für Werbemittel und FacebookAds und Ihr alle habt uns CHF 4629 Unterstützt – absolut grossartig! Wir haben mehrere tausend Flyer, Sticker und Plakate verschickt, haben mit unseren sehr erfolgreichen FacebookAds fast 100’000 Menschen erreicht, mit unserer Facebook-Seite haben wir eine wöchentliche Reichweite von knapp 80’000 Personen. Wir haben alle Drucksachen in der Schweiz produzieren lassen und bewusst keine Billiganbieter bevorzugt. Viele hundert Stunden wurde getextet, fotografiert, programmiert, diskutiert.

Damit es an der Waffenbörse in Luzern genügend Material hat, werden nun nochmals knapp 6000 Sticker in drei Sprachen produziert und ein paar tausend Flyer obendrauf.

Aktuell arbeiten wir an einer sehr geilen Fotokampagne, die uns Schützinnen und Schützen ins rechte Licht rückt. Neutral, selbstbewusst und bestimmt, aber nicht aggressiv. Doch dazu später mehr – denn wir werden noch einige Models unter Euch brauchen… Mit dieser Kampagne werden wir noch viel mehr Freunde eines liberalen Waffenrechts mobilisieren und formieren. Leute wie Euch. Freunde wie Euch.

Auf in den Kampf und guet Schuss!
Patrick