Das ist ein Fakt, wenn es um unsere Sturmgewehre geht: Die Schweizer Sturmgewehre 57 und 90 sind gemäss neuer EU-Feuerwaffenrichtlinie in ihrer heute verbreiteten Konfiguration mit 24- bzw. 20-Schuss-Magazin Waffen der Kategorie A7, nicht mehr der Kategorie B wie heute.

Zur Erinnerung: Waffen der Kategorie A sind gemäss gültigem Recht zu umschreiben mit «verbotene Waffen» (vgl. https://goo.gl/NqukUO). Nur mit einem eingesetztem 10-Schuss-Magazin bleiben unsere Sturmgewehre Waffen der Kategorie B – lassen wir einmal unbeachtet, welcher bürokratischer Schwachsinn in solch einer Regel steckt.

Egal, welche «Ausnahmen» und «Schweizer Klauseln» uns versprochen werden, unsere Sturmgewehre sind neu als Kategorie-A-Waffen eingestuft! Muss man da Verschwörungstheoretiker sein, wenn man darin einen Versuch der EU sieht, den Privatwaffenbesitz in der Schweiz abzuschaffen? Definitiv nicht.

Wem das noch nicht genug Indiz für eine Entwaffungskampagne ist, kann sich im Anschluss an die Lektüre oben stehender Zeilen noch in der EU-Feuerwaffenrichtlinie Artikel 6, Absatz 1 durchlesen:

«Unbeschadet des Artikels 2 Absatz 2 treffen die Mitgliedstaaten alle erforderlichen Maßnahmen, um den Erwerb und den Besitz von Feuerwaffen, wesentlichen Bestandteilen und Munition der Kategorie A zu verbieten. Sie sorgen für die Beschlagnahme dieser Feuerwaffen, wesentlichen Bestandteile und der Munition, die unter Missachtung dieses Verbots unrechtmäßig besessen werden.»

Wem es dann immer noch zu wohl ist, gleich auch noch Artikel 5, Absatz 3

«Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Genehmigung für den Erwerb oder die Genehmigung für den Besitz einer Feuerwaffe der Kategorie B entzogen wird, wenn festgestellt wird, dass die Person, der die Genehmigung erteilt wurde, sich im Besitz einer Ladevorrichtung befindet, die an halbautomatische Zentralfeuerwaffen oder Repetierwaffen montiert werden kann und:

a) die mehr als 20 Patronen aufnehmen kann oder
b) im Falle von Lang-Feuerwaffen, die mehr als zehn Patronen aufnehmen kann, […]»

Vielleicht merken dann auch die sich aktuell da und dort noch gelassen gebenden Ordonnanzschützen, dass sie künftig nur noch dank Staates Gnaden ihre Mouchen schiessen dürfen.