10. August 1792: Der König befiehlt den Schweizern die Waffen zu strecken

Von Robin Udry, Generalsekretär von proTELL, Savièse, 10. August 2017 –– Am 10. August 1792, durch falsche Versprechungen und widersprüchliche Neuigkeiten getäuscht, beschloss der französische König Louis XVI das Schloss der Tuileries aufzugeben und sich unter den «Schutz» der Assemblée nationale, der Nationalversammlung, zu stellen. Eskortiert durch eine Kompanie Schweizer Soldaten unter der Befehlshoheit des Hauptmanns von Erlach, flankiert durch 50 Grenadiere des Bataillons Filles Saint-Thomas, ergaben sich der König und seine Familie der Nationalversammlung. Während endlosen, blutigen Stunden ergingen über die Eskorte des Königs, dann auch über die zur Verteidigung der Tuileries beorderten Soldaten, die wütenden Angriffe einer in Rage geratenen Menschenmenge die nach Vergeltung schrie.

In der Verwirrung dieser dunklen Stunden wurde eine Anweisung des Königs an die Schweizer, sich in ihre Kasernen zurückzuziehen, durch einen Emissär falsch ausgelegt; die Schweizer machten sich daher auf, dem in der Nationalversammlung festgehaltenen König zu Hilfe zu eilen. Die Schweizer, welche dem König auf ihre Ehre Treu und Schutz geschworen hatten, kamen erst nach schweren Verlusten dort an; zu dieser Stunde aber war der König bereits seiner Macht enthoben. Im Glauben, die Schweizer noch retten zu können, befahl er ihnen, die Waffen vor der Garde nationale, der Nationalgarde, niederzulegen. Damit unterschrieb er das Todesurteil für seine treuen Schweizer.

Sein Befehl vom 10. August 1791 ist im Museum Carnavalet erhalten geblieben und lautet: «Le Roi ordonne aux Suisses de déposer à l’instant leurs armes et de se retirer dans leurs casernes», der König befiehlt den Schweizern sofort ihre Waffen niederzulegen und sich in ihre Kasernen zurückzuziehen. Von den 950 Schweizer Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten wurden 850 zwischen dem 10. August und dem 3. September 1792 niedergemetzelt. Dieses unglaubliche Blutbad ergab sich durch das Zusammenstossen der Befehle eines schwachen und unentschlossenen Königs, und der Barbarbarei durch Jakobiner und Revolutionäre aller Art aufgebrachter Menschenmengen, welche auf die unerschütterliche Disziplin der Schweizer Regimente in fremden Diensten prallten.

Die Nachricht über diese Massaker verbreitete sich wie ein Lauffeuer und löste in der Schweiz grösste Empörung aus. Das Massaker in den Tuileries und die dabei durch die Schweizer erlittene Barbarei setzten den seit 1453 (erste Allianz zwischen Frankreich und der Schweiz), guten Beziehungen zwischen dem französischen Königreich und der Schweiz (Tagsatzung) ein Ende.

10. August 2017: Die EU befiehlt den Schweizern die Waffen zu strecken

225 Jahre liegen zwischen diesen beiden Befehlen aber es steckt immer noch die gleiche Absicht hinter diesen Worten: Entwaffnen! Im Jahre 2017 ist es nicht mehr ein «König von Gottes Gnaden» welcher befiehlt, sondern eine selbsternannte Europäische Kommission die jeglicher demokratischerer Legitimität entbehrt. Deren Allmacht trifft nicht nur die Polen, welche gegen eine Gesetzesänderung sind, die Tschechische Bevölkerung, die Freiheit und Sicherheit hochhält, aber auch die Ungarn, welche ganze Kontingente illegaler Migranten zurückweisen. 225 Jahre später ertönt noch immer die gleiche Leier: Die Schweizer sollen ihre Waffen strecken!

Dem kann man nur die Worte des Wachtmeisters Blaser aus Solothurn entgegenhalten: «Wir sind Schweizer und Schweizer geben ihre Waffen nur mit dem Leben».

10 août 1792: Le Roi ordonne aux Suisses de déposer les armes

Robin Udry Secrétaire général de proTELL, Savièse, le 10 août 2017  ––  Le 10 août 1792, abusé par de fausses promesses et des nouvelles contradictoires, le Roi de France Louis XVI décide d’abandonner le château des Tuileries pour se placer sous la « protection » de l’Assemblée nationale. Escorté par une compagnie de soldats suisses commandés par le capitaine d’Erlach et flanqué de cinquante grenadiers des Filles Saint-Thomas, le Roi et sa famille se rendent aux députés de l’Assemblée nationale. Durant d’interminables heures sanglantes, l’escorte du Roi, puis les soldats assignés à la défense des Tuileries vont subir les attaques rageuses d’une foule assoiffée de vengeance.

Dans la confusion de ces heures sombres, un message du roi ordonnant aux Suisses de se retirer dans leurs casernes sera mal interprété par un émissaire, conduisant les Suisses à se porter au secours du Roi, retenu au sein de l’Assemblée nationale. Arrivés après de lourdes pertes auprès de celui qu’ils avaient tous juré sur leur honneur et leur fidélité de défendre, les Suisses ne peuvent que constater que le Roi a été déchu de ses pouvoirs. Croyant alors pouvoir encore les sauver, le Roi ordonne que les Suisses rendent leurs armes à la garde nationale. Il signe alors l’arrêt de mort de ses fidèles Suisses.

Son ordre du 10 août 1792 est encore conservé au musée du Carnavalet, voici sa teneur : « Le Roi ordonne aux Suisses de déposer à l’instant leurs armes et de se retirer dans leurs casernes. » Sur les quelques 950 officiers, sous-officiers et soldats suisses en fonction, 850 furent massacrés entre le 10 août 1792 et le 3 septembre. Ce sacrifice incroyable a été dû à la conjugaison d’ordres d’un roi faible et indécis, à la barbarie d’une foule manipulée par les Jacobins et révolutionnaires de tous clubs, ainsi qu’à la discipline immuable des régiments suisses au service étranger. La nouvelle de ces massacres eut des échos en Suisse où l’indignation la plus vive fut ressentie. Le massacre des Tuileries et le récit des horreurs commises contre les Suisses marquèrent le glas des bonnes relations entretenues entre le Royaume de France et la Suisse (Diète) qui prévalaient depuis 1453, date de la première alliance entre français et suisses.

10 août 2017: L’UE ordonne aux Suisses de déposer les armes,….

225 ans séparent ces deux injonctions, mais toujours la même volonté derrière ces mots : désarmer ! En 2017, ce n’est plus un Roi de droit divin qui ordonne, mais une commission européenne auto-proclamée, sans aucune légitimité démocratique, dont la toute-puissance frappe aussi bien les Polonais réticents à un changement de lois, les Tchèques empreints de liberté et de sécurité ou encore les Hongrois refusant des contingents de migrants illégaux. 225 ans mais toujours la même rengaine : Que les Suisses rendent les armes !

A ces mots, seule la phrase du sergent Blaser de Soleure peut faire écho : « Nous sommes Suisses et les Suisses ne rendent les armes qu’avec la vie !

Oben: Einnahme der Tuilerien
Verteidigung des Pavillon de l'Horloge durch die Freibuger Grenadiere, Leutnant Hubert von Diesbach.
«Der letzte Schuss verhallt nur mit dem letzten Leben» (Lamartine)
Nach einem Kupferstich von Karl Jauslin

Oben: Befehl Ludwigs XVI.
Befehl Ludwigs XVI. an die Schweizer vom 10. August 1792, nach dem Original.

Oben: Löwendenkmal in Luzern
Am 7. August 1817 beschloss die eidgenössische Tagsatzung den 345 Überlebenden des Regimentes der französischen Schweizergarde eine Erinnerungsmedaille zu verleihen und im Jahre 1818 organisierte Karl Pfyffer von Altishofen, ein Offizier der Schweizergarde, welcher zur Zeit des Massakers in den Tuileries im Urlaub weilte, eine Sammlung für die Errichtung eines Ehrenmals für seine toten Kameraden. In den Jahren 1820 und 1821 wurde das berühmte Löwendenkmal in den ehemaligen Sandsteinbruch bei Luzern gemeisselt um an die Tugenden der Schweizer Soldaten im Dienste Frankreichs zu erinnern. Die in Stein gemetzte Devise lautet Helvetiorum Fidei ac Virtuti (der Treue und der Tapferkeit der Schweizer). Mit jährlich mehr als 1.4 Millionen Besuchern ist dieses Denkmal eines der meist besuchten der Schweiz.

Ein Kommentar

  • Wie die Fröntler damals sollen die in Bundesbern wissen, das wir uns niemals entwaffnen lassen, selbst wenn das das Ende von Schengen bedeutet.

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