Nun gut – dass es sich bei der im Aufreisserbild zur Sendung auf srf.ch abgebildeten Waffe um einen Typen handelt, der von der Waffengesetzes-Verschärfung (noch) nicht im geringsten betroffen ist, mag ein Lapsus eines Unbekümmerten sein, wenigstens ist es ein Halbautomat. Jedenfalls empfehlen wir die SRF Arena vom kommenden Freitag. Es dürfte ein Spektakel «gut gegen böse» werden.

Auf der einen Seite zwei attraktive, erfahrene und wortstarke Politikerinnen, Chantal Galladé (SP) und Tiana Angelina Moser (GLP), die unter anderem für Wohlstand und Wohlfahrt, den Sozialstaat, Umweltschutz, Weltoffenheit, Menschenrechte und Sicherheit einstehen.

Auf der anderen Seite zwei gestandene Männer, Werner Salzmann und Robin Udry. Der eine von der SVP, die sich aktuell laut Website für «Aufdecken, Anpacken und Ausmisten!» einsetzt. Der andere von der Gesellschaft PROTELL, die sich für die «Interessen aller waffenbesitzenden und waffentragenden Bürgerinnen und Bürger» einsetzt.

Welche Seite gut und welche Seite böse ist, sei der jeweilig individuellen Betrachtung überlassen.

Hoffentlich geht bei der Debatte nicht etwas weniger Spektakuläres vergessen. Nämlich, dass das EU-Waffenrecht ein der Schweiz unwürdiger Papiertiger ist, der Millionen kostet, keinen Millimeter an Sicherheitsgewinn bringt und abertausende unbescholtene Bürger mit komplett sinnlosen Auflagen drangsaliert.

Darüber hinaus ist die EU-Waffenrichtlinie ein Musterbeispiel dafür, was die EU an Gesetzen und Vorschriften mit Abermillionen von Steuergeldern zu gebären vermag – und was schliesslich «dynamisch» in unseren Gesetzen landet. Dass sich die EU in Artikel 17 der EU-Waffenrichtlinie auch gleich noch selbst einlädt, erstmals 2020 und danach alle 5 Jahre die Richtlinie einer «Eignungsprüfung» zu unterziehen und «gegebenenfalls Gesetzgebungsvorschläge, insbesondere zu den Feuerwaffenkategorien» zu machen, ist der Schweiz als Rechtsstaat mit hohem Eigenanspruch schlicht unwürdig.