Für einmal eine Off-Topic-Meldung, also etwas, das mit dem Schweizer Waffenrecht eigentlich nichts zu tun hat:
Das in verlinktem Artikel der Basler Zeitung Geschriebene mag hier und da etwas überspitzt formuliert sein, aber im Grunde decken sich die aufgezeigten Erkenntnisse mit denjenigen, die wir aus verschiedenen Quellen selbst zusammengetragen haben. Eine davon, die wir doch recht ernst nehmen, ist das KMU-Portal der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Wie wir ja mittlerweile alle hier schmerzlich gelernt haben, ist mit EU-Richtlinien absolut nicht zu spassen. Und nichts anderes ist auch die Datenschutz-Grundversorgung der Europäischen Union, in EU-Amtssprech: 95/46/EG. Diese tritt – von der breiten Öffentlichkeit bisher unbeachtet – morgen in Kraft.

Das Internet kennt ja bekanntlich keine Grenzen, weshalb es ja auch «World Wide Web» genannt wird. So ist es auch Realität, dass wir mit unserem digitalen Tun Daten von EU-Bürgern auf irgendeine Art und Weise verarbeiten – und damit den Rechtsbereich der EU-DSGVO mindestens tangieren, wenn nicht sogar darin eintauchen.

Nun gilt die alte Weisheit: Wo kein Kläger, da kein Richter. Da die EU-DSGVO jedoch hochgradig wettbewerbsrelevant ist – wer sie umsetzt, hat teils enorme Aufwände! – dürften Denunziantentum, Abmahnungen und Gerichtsfälle in nächster Zeit markant zunehmen – wohl auch im politischen Umfeld.

Die Aktion «Finger weg vom Schweizer Waffenrecht!» hat in den letzten zwei Wochen mit viel Fronarbeit, aber auch mit Aufwänden von ein paar tausend Franken, jenen Teil der EU-DVGSO umgesetzt, den sie als Non-Profit-One-Man-Show nach bestem Wissen und Gewissen gegenüber sich selbst, aber auch gegenüber seinen Stakeholdern verantworten will und kann.

Dazu gehören nebst der mühsamen Grundlagenforschung eine massgeschneiderte Datenschutzerklärung, ein überarbeitetes Impressum, eine Information an alle Newsletter-Abonnenten, Datenverarbeitungs-Verträge mit Google Analytics und MailChimp sowie eine Überprüfung der verwendeten Plugins auf unserer Website, wobei letzteres sicher nicht per 25. Mai umgesetzt sein wird – wie auch die Umsetzung weiterer Forderungen der EU-DSGVO in nächster Zeit sicher «Work in Progress» bleiben werden.

Das wirklich Niederschlagendste an der Sache ist jedoch, dass wir alle in unserem Newsletter-System (https://bit.ly/2s2Kjga) gepflegten Kontakte nochmals ihren Willen bekunden lassen mussten, unsere Informationen auch wirklich weiterhin per Mail zugestellt bekommen zu wollen:

Diese Schutzmassnahme reduzierte unser Adresskapital, das wir nach dem 25. Mai noch nutzen dürfen, um sage und schreibe fast 75% – von knapp 11’000 Adressen auf nun knapp 3000. Das heisst jedoch nicht, dass 8000 frühere Abonnenten unseren Newsletter nicht mehr wollen – sie haben lediglich ihr Profil nicht aktualisiert. Und dafür gibt es viele Gründe. Dieser Umstand wird nicht nur ein paar EU-Apparatschiks sondern auch die Befürworter der EU-Waffenrichtlinie in Schweizer Gesetzbüchern frohlocken lassen.

Im Vorfeld eines denkbaren Referendums ist dies eine sehr, sehr bittere Pille. Und spätestens mit diesem Beispiel dürfte jetzt auch allen klar sein, warum das EU-DSGVO wettbewerbsrelevant ist.