Seit dem eidgenössischen Waffengesetz von 1999 wurde des Schweizers Waffenrecht mit jeder Revision mehr und mehr eingeschränkt. Die grössten Veränderungen brachten die «Kompatibilisierungen» mit dem EU-Raum. Wir haben jede Verschärfung zähneknirschend hingenommen, zum Wohle der Gemeinschaft und des Friedens, beides ist gerade uns Schützinnen und Schützen wertvoll.

Doch nun, mit der Richtlinie (EU) 2017/853, geht die Europäische Union zu weit. Sie diktiert der Schweiz als wertvollem Schengen-Partner grundlos und hysterisch ein sicherheitspolitisch komplett wirkungsloses Waffengesetz. Ein Gesetz, das so dumm und lächerlich ist, dass es die EU bald wieder revidieren werden muss – und so den hinterlistigen Plan zur Abschaffung des Privatwaffenbesitzes unbehelligt Schritt für Schritt vorantreiben kann.

Heute ist der 1. August 2018. Auch ein Tag eines immer noch mehrheitlich selbstbestimmten Schweizer Waffengesetzes. Am nächsten Nationalfeiertag in einem Jahr werden wir zurückschauen auf die Entscheide des Bundesrates, des Nationalrates und des Ständerates. Werden sie es tatsächlich alle zugelassen haben, dass die EU uns ein stupides Waffengesetz diktiert hat? Wird das Volk an der Urne darüber abgestimmt haben? Wird das Volk gegen fast alle Autoritäten im Land gesagt haben: Bis hier hin und nicht weiter? Oder wird es gekuscht haben ob all der Warnungen der Wirtschafts-Leader vom Verlust ökonomischer Prosperität, die offenbar wegen jedem Huster gegen Brüssel den Bach ab geht?

Wir werden es sehen. Eines ist sicher: Wenn die Schweiz es zulässt, sich ein höchst infantiles Waffengesetz von der EU diktieren zu lassen, wird jedes weitere Gesetz aus Brüssel leichtes Spiel haben. Denn dann wurde die hohle Gasse unbehelligt durchschritten und es kann kommen, was will.