Die Aufgabe der Aktion «Finger weg vom Schweizer Waffenrecht!» ist, nicht zu schweigen. Es darf nicht sein, dass ausländische Mächte unsere Souveränität untergraben, notabene ohne wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen oder sicherheitsrelevanten Nutzen zu schaffen. Mit der revidierten EU-Feuerwaffenrichtlinie, die wir wegen unserer Mitgliedschaft im Schengen-Raum übernehmen sollen, geschieht aber exakt das. Die EU-Feuerwaffenrichtlinie wirkt bestimmend auf unsere Traditionen, auf unser Sicherheitsdispositiv, auf unsere Bürgerrechte und letztlich auf nichts Geringeres als: unsere Freiheit.

Heute ist es der private Legalwaffenbesitz, der unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung auf dem Radar der EU ist. Dies obwohl der illegale Handel mit wirklich gefährlichem Kriegsmaterial buchstäblich «grenzenlos» ist. Wohlgemerkt geschieht der Angriff ohne auch nur einen einzigen driftigen Grund vorweisen zu können. Er ist purer Aktionismus zur Profilierung von Politiker/-innen. Morgen sind es vielleicht die Schweizer Modellflieger, die den EU-Luftraum gefährden. Übermorgen sind es Youngtimer-Fahrzeuge, die sich nicht mehr mit der EU-Energiepolitk vertragen oder zu laute Motorräder, die EU-Lärmvorschriften nicht mehr genügen oder Fussballfelder ohne EU-Mindestabstand zu Wohngevierten oder Farbstifte mit zu hohem EU-reguliertem Bleigehalt. Was der EU nicht passt, das hat auch uns nicht zu passen, so kommt es einem vor. Es geht hier nicht um eine Anti-EU-Hetze, die EU bringt zweifellos viel Gutes. Aber die Europäische Union braucht Grenzen, ganz sicher jedenfalls bei ihrem Einflussbereich. Niemand hat sich für eine zentralistische Regierung in Brüssel und Strassburg entschieden, erst recht nicht die Schweiz.

Man muss sich nicht für liberalen Waffenbesitz aussprechen, um zu merken, dass der Angriff auf uns Legalwaffenbesitzenden ein Diktat ist, das auch andere Interessensgruppen früher oder später in anderen Lebensbereichen treffen wird oder schon getroffen hat. Doch die Lektion der Waffe in der Hand des freien Bürgers haben wir Schweizer dank Schillers Sage von Wilhelm Tell schon früh gelernt. Deshalb ist dieser erneute Angriff des scheinbar übermächtigen Gesslers nicht nur unverfroren, sondern auch dumm. Denn wir wehren uns. Wir sind notfalls bereit, jede Beziehung zur EU infrage zu stellen, denn es geht um ein Grundrecht auf Waffenbesitz, um liberale Werte, die unumstösslich sind.

Wer das «nebenbei» auch noch Milizsystem unserer ohnehin geschwächten Landesverteidung angreift, in dem er Legalwaffenbesitzenden Magazinkapazitäten vorschreibt, ihnen bestimmte halbautomatische Waffen verbietet, scharfe Kontrollen der Waffenbesitzenden vorschreibt, eine internationale Speicherung persönlicher Daten verlangt und den Munitionskauf regulieren möchte – ja, der kann kaum ein Freund sein.

Es bahnt sich ein Unrecht durch einen Übergriff an. Aus Brüssel via Bern direkt auf vermeintlich wehrlose Bürgerinnen und Bürger gerichtet. Doch dieses Mal geht es nicht um Vorschriften bei der Beschriftung von Konfitüre-Gläsern, pardon, Fruchtauftrich-Gläsern. Dieses Mal geht es nicht um Abgaswerte oder Bauvorschriften. Dieses Mal geht es darum, Schweizer Bürgerinnen und Bürger das Besitzen von Waffen zu vergällen und sie damit schleichend zu entwaffnen – oder sollte man gar sagen: entmachten? Die Entmachtung soll mit einem ersten kräftigen Schlag per Dekret namens «Firearms Directive» geschehen. Dann werden alle weiteren nicht mehr so schmerzhaft sein.

Aber Obacht, Brüssel und Bern, wir setzen uns zu Wehr. Denn durch diese Hohle Gasse müsst ihr kommen.